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Mein Rückblick auf das letzte Jahr
ambulante Betreuung durch die SPI
Das letzte Jahr Betreuung war für mich und auch für
meine Betreuerin wie ich denke voller Ereignisse und Überraschungen.
Für mich ist diese Betreuung sehr wichtig und ich werde Ihnen
jetzt erzählen warum: Ich habe unter anderem eine PTBS (Posttraumatische
Belastungs-Störung) was zwangsläufig häufige und
ebenso heftige Gefühlsschwankungen mit sich bringt. Es gab
Tage an denen mir buchstäblich die Sonne aus dem Allerwertesten
zu scheinen schien und ich den Boden unter den Füßen
und die Realität oftmals aus den Augen verlor, was von dem
Gefühl begleitet wurde, dass mir nix und niemand etwas kann,
ich alles schaffe und überhaupt ja eigentlich jetzt völlig
gesund sei.
Die Betreuung wurde meist in den Augenblicken richtig wichtig
wo mich die Realität wieder einholte, was meist recht zügig
ging und in der Regel einen harten Absturz zur Folge hatte. Das
Gefühl von Stärke, Kraft und Mut wurde ersetzt von Gefühlen
der Angst des Versagens und tiefen Depressionen. Häufig kamen
dann Suizidgedanken mit ins Spiel und das Gefühl nichts zu
können, niemanden mehr sehen zu wollen. Der totale Rückzug
und dann war eben genau meine Betreuerin die einzige die ich noch
an mich ran ließ, die mir mit Geduld und Einfühlungsvermögen
oft einen Schubs in die richtige Richtung gab.
Ich lernte gerade in dem letzten Jahr mich langsam zu öffnen
und in meiner Betreuerin keinen Feind mehr zu sehen, was nicht
immer so war, mir heute aber ein tiefes Gefühl von Vertrauen
vermittelt, über das ich sehr dankbar bin!
Auch die gemeinsamen Erlebnisse mit der SPI wie etwa die Weihnachtsfeiern
die nach meinem Gefühl mit sehr viel Liebe und Einfallsreichtum
gestaltet werden, sind immer wieder schön. Dort bekommt man
das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Verstehens.
Man fühlt sich nicht alleine, hat andere Menschen um sich,
denen es ähnlich geht, wo man sich nicht verstellen muss,
die Masken des Lachens und Stark seins mit ruhigem Gewissen zu
Hause lassen kann und einfach nur man selber zu sein braucht.
Ebenso wichtig waren und sind für mich die Begleitungen
zu den Ärzten, wovor ich oft eine große Angst habe.
Schon oft wäre ich gar nicht erst hingegangen, wenn ich nicht
meine Betreuerin an meiner Seite gewusst hätte.
Auch ein schönes Gefühl für mich ist es, das ich
inzwischen problemlos im Büro der SPI anrufen kann, selbst
wenn ich einen anderen Betreuer am Telefon habe. Denn durch die
gemeinsamen Feiern lernt man auch die anderen Betreuer kennen
und ich für mich habe schnell gemerkt, dass sie alle sehr
nett, verständnisvoll und einfühlsam mit den Problemen
umgehen.
Gerade im letzten Jahr hat sich für mich viel verändert.
Ich lernte zu vertrauen, mich zu öffnen und die Angst vor
Autoritätspersonen wurde merklich weniger. Das betreute Wohnen
hilft mir sehr bestimmte Verhaltensmuster zu sehen und langsam
zu verändern.
Meine Betreuerin, wie auch die anderen haben mir nie das Gefühl
gegeben über mir zu stehen, was mir erst sehr merkwürdig
und beängstigend erschein, aber letztendlich zur Folge hatte,
dass ich begann zu vertrauen.
Ich lernte zu erzählen was in mir vorging, was ich denke
und wie ich handle. Meine Betreuerin reflektiert und sagt offen
was sie dazu denkt, manchmal ist es schwierig für mich das
so an zu nehmen, aber ihre Geduld lässt mir die Zeit vielleicht
erstmal über die scheinbar harten Worte zu schmollen und
langsam meinen Weg zu finden, darüber nachzudenken und zu
schauen was daran vielleicht wirklich auf mich zutrifft.
Die Beständigkeit der Beziehung zu meiner Betreuerin und
das Vertrauen nicht fallen gelassen zu werden auch wenn ich mich
mal wieder in schwierige Situationen manövriert habe, die
scheinbar ausweglos sind, gibt mir ein Gefühl von Sicherheit.
Das Wissen da jemanden zu haben, der immer ansprechbar und berechenbar
für mich ist, ist für mich sehr wichtig geworden.
Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass das Betreute
Wohnen für mich gerade im letzten Jahr eine nicht weg zu
denkende Hilfe war in allen Lebenssituationen. Sei es die Trennung
von meinem Mann, der Abschied von meinem Sohn, die Suche nach
einer Wohnung und der Umzug, Arztbesuche, der Aufenthalt in der
Klinik wo mich meine Betreuerin zum Vorstellungsgespräch
wie auch zur Aufnahme begleitete oder auch die vielen schweren
Krisen die mich letztes Jahr immer wieder einholten.
Die SPI ist für mich eine sehr hilfreiche Einrichtung mit
guten Betreuern, die einem zuverlässig, offen und warmherzig
helfen Probleme zu sehen und zu verändern.
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